Bautenschutz

Holz und Bautenschutz war und ist nach wie vor ein anrüchiges Gewerbe für all die, die irgendwie eine Handwerkskarte benötigen. Erfreulicherweise gibt es viele Firmen, die den Bautenschutz ernst nehmen und die neue Technologien einsetzen, um den Wert von Bauwerken zu erhalten. Denn nichts anderes ist Bautenschutz - den Bau zu schützen und Werte zu erhalten.

Ein erfreulicher Fakt ist, dass mittlerweile immer weniger Natursteinfassaden chemisch gereinigt werden. Auch bei aller Vorsicht kann es immer wieder zu unerwünschten chemischen Reaktionen kommen, welche sich an weißen Ausblühungen erkennen lassen. Diese Ausblühungen sind verschiedenste Salze, welche aus dem Stein herausgelöst werden und durch eindringendes Wasser oder Restfeuchte nach außen transportiert werden. Wichtig zu wissen ist, in jedem Fall wird Wasser als Transportmittel benötigt, welches die Salze löst und an die Oberfläche transportiert. An Stelle der gelösten Salze treten Hohlräume unterschiedlichster Größe. Wenn sich gerade im Oberflächenbereich durch beispielsweise langanhaltende Nässeeinwirkung durch Regen diese Hohlräume mit Wasser füllen und dann Frost einwirkt, kommt es zu Abplatzungen und Rissen. Diesen Schaden kann man sehr oft beobachten.

Die neuzeitliche Unsitte oder Unsinn, durch Entsalzungskompressen dem Stein Salze zu entziehen, kann bauphysikalisch nicht nachvollzogen werden. Sinnvollerweise sollte man doch versuchen, durch geeignete Schutzmaßnahmen zu verhindern, dass Feuchtigkeit als Transportmittel in den Stein eindringen kann. Das stoppt den Salztransport und fördert die Austrocknung des Steines, welches sich auch in einer Erhöhung des Wärmeleitwiderstandes an Gebäuden bemerkbar macht und zur Senkung der Energiekosten beiträgt. Das Ihr Bauwerk länger geschützt ist, versteht sich von selbst.

Besonders wichtig ist der Bautenschutz nach erfolgter Reinigung. Da alte Sinterschichten, Verunreinigungen und Patina entfernt wurden, ist der Stein oberflächlich jetzt wesentlich offenporiger und saugfähiger. Mit dem Regenwasser gelangen darin gelöste oder gebundene chemische Verbindungen aus der Umwelt jetzt wesentlich schneller in den Stein. Besonders schädlich sind ölige, rußhaltige Verbindungen aus Dieselfahrzeugen und Ölheizungen, welche mittelfristig unkalkulierbare Reaktionen auslösen können, ganz abgesehen von einer schnelleren Wiederverschmutzung der betroffenen Fassaden.

Das Argument von übereifrigen Denkmalschützern, daß man vor hundert Jahren auch keine Imprägnierungen aufgebracht hat um Fassaden zu schützen , kann man nicht nachvollziehen. Schließlich gab es damals keine Ölheizungen, Kraftfahrzeuge, sauren Regen, Ozonloch.......

Bewährt haben sich mittlerweile Produkte auf der Basis von Silanen aus der Nanotechnologie, vom Verständnis her vergleichbar mit Gore Tex. Diese Produkte einer neuen Generation von Rohstoffen vereinen sparsamen Verbrauch, Langzeitstabilität und hochwertigen Fassadenschutz.


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