Lotuseffekt

Den Lotuseffekt gibt es nicht...

... zumindest rein chemisch betrachtet, kann man die Oberfläche und den Reinigungseffekt einer Lotuspflanze bis heute nicht nachbilden. Was dem Kunden heutzutage als Lotuseffekt verkauft wird, ist der Selbstreinigungseffekt der Lotuspflanze. Dies wird durch Oberflächenimprägnierungen erreicht, welche eine Erhöhung des Grenzwinkels eines Wassertropfens an der Oberfläche bewirkt. Die Folge davon ist, dass der Wassertropfen nicht mehr an der Oberfläche “breitläuft”, sondern nur nur noch an der Spitze auf der Oberfläche haftet. Bedingt durch sein Eigengewicht und die daraus resultierende Adhäsionskraft, welche nunmehr bezogen auf das Eigengewicht des Wassertropfens viel geringer ist, rollt dieser nun viel früher ab und reißt anhaftende Schmutzpartikel mit sich mit. Die Folge davon ist ein Selbstreinigungseffekt, welcher auch als Lotuseffekt verkauft wird. Ein Nachteil ergibt sich allerdings bei Glas. Wird Glas auf diese Weise veredelt, haften zwar Wassertropfen viel schlechter. Aber nach der Trocknung kann man die Wasserablaufspuren sehen, da aufgrund der geringen Auflagefläche des Wassertropfens auch viel mehr Schmutz bezogen auf die Ablauffläche mitgenommen wird.

Daher bieten gute Systeme einen den Abperleffekt verbunden mit einem breitlaufendem Wassertropfen, welcher eine möglichst große Fläche beim Abrollen reinigt.


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